Offline-Zahlungen in Shopify: Die Lösung für regulierte und High-Risk-Produkte
High-Risk Produkte und deren negativen Einschränkungen (Verstoß von PayPal, Shopify Payments oder Stripe) vermiesen den Erfolg. Offline Zahlungen bieten eine starke Alternative. Was dabei zu beachten ist liest du in diesem Artikel.

Raphael Stolz
Geschäftsführer
Sie betreiben einen Shopify-Shop und verkaufen Produkte wie CBD, Cannabis, Erotikartikel, Tabak oder andere regulierte Waren?
Dann kennen Sie das Problem vermutlich nur zu gut: Zahlungsanbieter machen es Ihnen unnötig schwer. Vielleicht wurde Ihr PayPal-Antrag abgelehnt. Vielleicht hat Stripe Ihr Konto gesperrt – ohne konkrete Begründung. Oder Sie leben ständig mit der Unsicherheit, dass ein funktionierender Zahlungsanbieter morgen plötzlich nicht mehr verfügbar ist.
Die gute Nachricht: Es gibt eine stabile, rechtssichere Alternative, die viele Händler unterschätzen – Offline-Zahlungen.
Warum Zahlungsanbieter bestimmte Branchen als Risiko einstufen
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Zahlungsanbieter gerade Ihre Branche als problematisch einstufen – obwohl Sie legal und sauber arbeiten?
Zahlungsdienstleister bewerten Shops nicht individuell, sondern anhand standardisierter Risikomodelle. Dabei zählen unter anderem regulatorische Unsicherheiten, erhöhte Chargeback-Raten, rechtliche Grauzonen und Reputationsrisiken. Branchen, die davon betroffen sind, werden häufig pauschal als „High Risk“ klassifiziert.
Das bedeutet für Sie:
Selbst wenn Ihr Shop alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt, können Zahlungsanbieter Ihr Geschäft jederzeit einschränken oder komplett beenden. Oft ohne Vorwarnung. Oft ohne echte Einspruchsmöglichkeit.
Welche Produkte als „High Risk“ gelten
Doch was genau zählt eigentlich zu sogenannten High-Risk-Produkten?
Dazu gehören unter anderem Cannabis- und CBD-Produkte, Erotikartikel, Tabakwaren, E-Zigaretten, Waffen und waffenähnliche Produkte sowie bestimmte Nahrungsergänzungsmittel. Gemeinsam ist diesen Kategorien, dass sie stark reguliert sind und von Zahlungsdienstleistern besonders kritisch bewertet werden.
Liste an High-Risk Produkten:
Cannabis & CBD-Produkte
(inkl. Öle, Blüten, Vapes, Edibles, Zubehör)Erotik & Adult-Produkte
(Sexspielzeug, Adult-Content, Abonnements, Plattformen)Tabak & Nikotinprodukte
(Zigaretten, E-Zigaretten, Liquids, Vapes, Zubehör)Waffen & waffenähnliche Produkte
(Schusswaffen, Messer, Pfefferspray, Airsoft, Zubehör)Nahrungsergänzungsmittel & Supplements
(insbesondere mit gesundheitsbezogenen Wirkversprechen)Pharmazeutische & medizinische Produkte
(rezeptfreie Arzneimittel, medizinische Hilfsmittel)Alkoholische Getränke
(Spirituosen, Wein, Bier, Direktvertrieb)Glücksspiel & Gaming mit Geldeinsatz
(Lotterien, Wetten, Gewinnspiele)Digitale Inhalte mit Altersbeschränkung
(Adult-Content, Plattform-Zugänge)Finanz- & Investmentprodukte
(Krypto, Trading-Services, Anlageplattformen)Chemikalien & Gefahrstoffe
(Reinigungsmittel, Industriechemikalien)Dropshipping-Produkte mit unklarer Herkunft
(hohe Rückbuchungs- und Betrugsrate)
Für Sie als Händler hat das konkrete Folgen:
Die Auswahl an verfügbaren Zahlungsarten schrumpft. Onboardings dauern länger oder scheitern komplett. Gebühren steigen. Und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern wächst.
Typische Probleme mit PayPal, Stripe und Kreditkarten
Viele Händler berichten von ähnlichen Erfahrungen:
Ein abgelehnter Antrag hier, ein eingefrorenes Guthaben dort – oder im schlimmsten Fall eine plötzliche Kündigung eines bestehenden Kontos.
Kreditkartenlösungen sind oft nur über spezialisierte High-Risk-Anbieter möglich und mit hohen Kosten verbunden. Gleichzeitig steigt der administrative Aufwand durch manuelle Prüfungen, Rückbuchungen und Supportanfragen.
Die entscheidende Frage ist also:
Wie bauen Sie einen Zahlungsprozess auf, der nicht jederzeit von externen Anbietern abhängig ist?
Warum Offline-Zahlungen eine stabile Alternative sind
Offline-Zahlungen wie Vorkasse oder Banküberweisung funktionieren unabhängig von PayPal, Stripe oder Kreditkartenanbietern. Sie greifen direkt auf das Bankensystem zurück und unterliegen nicht denselben branchenspezifischen Einschränkungen.
Gerade für Shops mit regulierten Produkten ist das ein entscheidender Vorteil. Offline-Zahlungen bieten Ihnen Kontrolle, Planungssicherheit und ein deutlich geringeres Risiko plötzlicher Sperrungen.
Und auch für Ihre Kunden sind sie keineswegs ein Nachteil – vorausgesetzt, der Prozess ist klar, transparent und professionell umgesetzt.
Wie Shopify-Shops Offline-Zahlungen professionell abwickeln können
Vielleicht denken Sie jetzt:
„Offline-Zahlungen bedeuten doch wieder manuellen Aufwand, oder?“
Das muss nicht sein.
Mit einem automatisierten Zahlungsabgleich lassen sich Zahlungseingänge zuverlässig den richtigen Bestellungen zuordnen und direkt im Shopify-Backend als bezahlt markieren. Dieser Abgleich von Offline-Zahlungen kann in Shopify mithilfe spezialisierter, nativer Lösungen wie Cleero automatisiert werden.
Ergänzend sorgen Apps wie Kindly dafür, dass bestehenden offenen Zahlungen nachgegangen wird. Zahlungserinnerungen laufen automatisiert, freundlich und nachvollziehbar ab – ohne zusätzlichen manuellen Aufwand. Mit den umfangreichen Funktionen kann Kindly auch sehr spezielle Fälle ohne Probleme abwickeln.
In der Praxis setzen viele Shops mit regulierten Produkten genau auf diese Kombination: Offline-Zahlungen, automatisierter Zahlungsabgleich, Zahlungserinnerung und klare Kundenkommunikation. Das Ergebnis sind stabile Prozesse, weniger Fehler und ein reibungsloseres Fulfillment trotz high-risk Produkten.
Fazit: Zahlungsunabhängigkeit als echter Wettbewerbsvorteil
Wenn Sie Produkte verkaufen, die von Zahlungsanbietern als risikobehaftet eingestuft werden, ist Zahlungsunabhängigkeit kein Nice-to-have – sie ist ein strategischer Vorteil.
Offline-Zahlungen geben Ihnen Kontrolle zurück. Sie reduzieren Abhängigkeiten, erhöhen die Planungssicherheit, reduzieren die Transaktionskosten und schaffen stabile Zahlungsprozesse, die mit Ihrem Shop mitwachsen können.
Kurz gesagt:
Wer in regulierten Branchen langfristig erfolgreich sein möchte, sollte sich nicht auf einzelne Zahlungsanbieter verlassen – sondern auf ein Zahlungssetup, das auch dann funktioniert, wenn andere Wege versperrt sind.
Es gibt viele gute Apps für Shopify, um den Zahlungsprozess für Vorkasse so effizient und einfach wie möglich zu gestalten. Und wenn es einmal eingerichtet ist, dann läuft es automatisch.
Häufige Fragen zu Offline-Zahlungen für High-Risk-Shops
Was versteht man unter Offline-Zahlungen im Shopify-Shop?
Offline-Zahlungen sind Zahlungsarten wie Vorkasse oder Banküberweisung, bei denen die Zahlung außerhalb des eigentlichen Checkouts erfolgt. Es ist kein externer Zahlungsanbieter wie PayPal oder Stripe notwendig.
Sind Offline-Zahlungen für High-Risk-Produkte rechtlich zulässig?
Ja. Offline-Zahlungen sind rechtlich zulässig, solange Ihr Shop die geltenden gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Sie gelten als besonders stabile Zahlungsoption für regulierte Produkte.
Warum lehnen Zahlungsanbieter High-Risk-Shops häufig ab?
Zahlungsanbieter arbeiten mit standardisierten Risikomodellen. Branchen mit regulatorischen Unsicherheiten, erhöhten Rückbuchungsraten oder Reputationsrisiken werden häufig pauschal als „High Risk“ eingestuft – unabhängig von der individuellen Seriosität des Shops.
Welche Vorteile haben Offline-Zahlungen gegenüber PayPal oder Kreditkarten?
Offline-Zahlungen sind unabhängig von Zahlungsdienstleistern, haben kein Sperrpotenzial durch Drittanbieter, verursachen geringere Transaktionskosten und bieten Händlern volle Kontrolle über den Zahlungseingang.
Sind Offline-Zahlungen nicht umständlich für Kunden?
Nicht, wenn der Prozess klar und professionell gestaltet ist. Klare Zahlungsanweisungen, strukturierte Kommunikation und automatisierte Abläufe sorgen für eine reibungslose Kundenerfahrung. Mit Zahlungs-QR-Codes können Kunden gleich einfach und schnell bezahlen wie beispielsweise mit Paypal.
Müssen Offline-Zahlungen manuell abgeglichen werden?
Nein. Mit einem automatisierten Zahlungsabgleich lassen sich Zahlungseingänge zuverlässig den richtigen Bestellungen zuordnen und im Shopify-Backend automatisch als bezahlt markieren. Cleero bietet das als native-Shopify Lösung.
Wie können Zahlungserinnerungen bei Vorkasse in Shopify umgesetzt werden?
Zahlungserinnerungen lassen sich automatisiert und professionell versenden. So werden Kunden freundlich an offene Zahlungen erinnert, ohne dass manueller Aufwand entsteht. Shopify bietet diese Funktion von Haus aus, jedoch nur mit sehr wenig Optionen. Für viele Fälle reicht es aus, bei komplexeren Fällen können Shopify Händler eine App wie Kindly verwenden.
Für welche Shops eignen sich Offline-Zahlungen besonders?
Offline-Zahlungen eignen sich besonders für Shops mit regulierten oder zahlungsdienstleister-kritischen Produkten wie CBD, Cannabis, Erotik, Tabak, Supplements oder Waffen.
Kann ich Offline-Zahlungen mit anderen Zahlungsarten kombinieren?
Ja. Offline-Zahlungen können problemlos ergänzend zu anderen Zahlungsarten eingesetzt werden, um Abhängigkeiten zu reduzieren und mehr Ausfallsicherheit zu schaffen.
Warum sind Offline-Zahlungen ein Wettbewerbsvorteil für High-Risk-Shops?
Sie machen Ihren Shop unabhängiger von externen Zahlungsanbietern, erhöhen die Planungssicherheit, senken Risiken und sorgen für stabile Zahlungsprozesse – auch bei regulatorischen Veränderungen.
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